Bangkok. Künstler und Brauchtumpfleger aus Indonesien, Portugal, Mexiko und vielen anderen Ländern blicken diese Woche gespannt nach Bali: Dort entscheidet die Weltkulturorganisation UNESCO über die Aufnahme von Tanz, Theater, Tradition, Musik, Bräuchen, Festen und Handwerksformen in die Liste des immateriellen Kulturerbes. Am Dienstag begann auf der indonesischen Insel die einwöchige Konferenz des zuständigen Komitees.

Mehr als 80 Bräuche und Traditionen sind nominiert worden. Neben dem Saman-Tanz aus Indonesien, Fado-Musik aus Portugal und der Mariachi-Musik aus Mexiko sind dies auch der mongolische Schamanismus, die traditionelle Papierfertigung aus der Mino-Region in Japan, die französische Reittradition und koreanischer Kampfsport.


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Das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes ist seit 2006 in Kraft und hat 137 Vertragsstaaten. Wenn ein Brauch in der Liste eingetragen ist, verpflichtet das die Staaten zu Schutzmaßnahmen. Die Liste umfasst inzwischen 213 Einträge aus 68 Ländern. Österreich ist derzeit nicht darunter, hat aber derzeit 51 Eintragen auf der nationalen Liste. Jüngste Neuaufnahmen betrafen u.a. die Wiener Kaffeehaustradition und das Murauer Faschingsrennen.