New York. Filmstar Gerard Depardieu will seine Ruhe haben. "Ich habe Ihnen nichts zu sagen", sagte der 64-Jährige am Freitag zu AFP-Reportern in New York, wo er sich zu Vorbereitungen für Dreharbeiten aufhielt. "Ich möchte in Frieden gelassen werden." Depardieu spielt in dem Film seinen Landsmann Dominique Strauss-Kahn. Der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) hatte diesen Posten wegen einer Affäre um Vergewaltigungsvorwürfe vor knapp zwei Jahren aufgegeben. Die Dreharbeiten zu dem Film sollen in den kommenden Monaten beginnen.

Blieb Gerichtstermin fern

Weil er sich in New York aufhielt, hatte Depardieu, der jüngst die russische Staatsbürgerschaft angenommen hatte, am Freitag erneut einen Gerichtstermin zu einer Trunkenheitsfahrt in Paris geschwänzt. Er erschien nicht zum Auftakt eines Prozesses in der französischen Hauptstadt. Depardieu war bereits im Jänner einem Gerichtstermin ferngeblieben.

Der Schauspieler war Ende November in Paris betrunken mit seinem Motorroller gestürzt. Bei dem Weinliebhaber wurde ein Alkoholwert von 1,8 Promille gemessen, erlaubt sind höchstens 0,5 Promille. Schlagzeilen machte Depardieu in den vergangenen Monaten vor allem mit seiner Steuerflucht aus Frankreich und seiner neu entdeckten Liebe zu Russland.