Wien. Seit Montagabend ist es fix: Christian Konrad, früher Raiffeisen-Chef, ist neuer Präsident des Konzerthauses. Zugleich wächst dessen Direktorium: Neu dabei sind etwa die Raiffeisen-Manager Klaus Buchleitner und Ferdinand Maier; auch der "Kurier"-Kulturchef Gert Korentschnig gesellt sich hinzu. Vizepräsidenten sind neben dem Anwalt Christian Kuhn nun Johanna Rachinger, Direktorin der Nationalbibliothek, und Ex-Böhler-Uddeholm-Chef Claus Raidl. Letzterer hätte anfangs Präsident werden sollen, scheiterte laut Medienberichten aber am Veto des Hauptsponsors Kapsch. Intendant Matthias Naske zeigte sich dankbar, dass mit Konrad ein "idealer Brückenbauer" zwischen den hohen Ansprüchen des Hauses und der "gesellschaftspolitischen Realität" das Ehrenamt übernommen hat. Das Konzerthaus steht mit sechs Millionen Euro in der Kreide; Appelle an die öffentliche Hand blieben bisher fruchtlos.