Wien. Der französische Liedermacher George Brassens hat ihnen ein musikalisches Denkmal gesetzt, den Friedhöfen von Paris, aber  einer von ihnen tanzt bis heute besonders aus der Reihe: der Père Lachaise im Osten der Stadt.

Dieser Friedhof ist nicht nur der größte der Stadt sondern auch der einzige in der Metropole, der als Parkanlage angelegt ist - wohl mit ein Grund, dass mehr als zwei Millionen Menschen im Jahr diese Begräbnisstätte besuchen. Allerdings dürfte die große Anzahl an Spaziergängern wohl auch der Menge an Prominenz geschuldet sein, die dort ihre letzte Ruhestätte gefunden hat: Honoré de Balzac, Simone Signoret, Jim Morrison, Gilbert Bécaud, Gilles Deleuze, Jean de La Fontaine, Amedeo Modigliani oder Molière, um nur einige zu nennen.

Benannt ist der Friedhof nach dem Priester François d’Aix de Lachaise, der dort in seiner Jesuitenklause wohnte. 1804 ließ Napoleon das Grundstück kaufen, um es als Friedhof zu nutzen, er sollte die Grabstätten des Mittelalters im Stadtzentrum ersetzen und ein Friedhof für alle Schichten sein. Mitte des 19. Jahrhunderts war der Père Lachaise bereits bereits um das 5-fache vergrößert. Heute umfasst der Friedhof auf rund 40 Hektar an die eine Million Gräber und zieht mit seinen vielen Kastanienbäumen, Krähen und Katzen Jahr für Jahr Einheimische wie Touristen gleichermaßen an.