Wien. Als "sehr befriedigend" hat der Grüne Kultursprecher Wolfgang Zinggl das heutige Zusammenkommen des parlamentarischen Rechnungshof-Unterausschusses zur Bundestheater-Causa bezeichnet. Wie er im Gespräch mit der APA sagte, sei es eine "sehr fruchtbare Sitzung" gewesen. Der nächste Termin ist für 26. Februar festgesetzt.

Für Unmut bei den Grünen, den NEOS und der FPÖ hatte bereits im Vorfeld der Umstand geführt, dass der KPMG-Wirtschaftsprüfer Martin Wagner nicht von seiner Verschwiegenheitspflicht entbunden worden war. Es werde jedoch einen neuerlichen Versuch geben, ihn zu befragen, so Zinggl. "Wir erwarten uns von ihm einige Auskünfte, und je mehr das Ministerium blockiert, umso deutlicher wird, dass etwas zu verbergen ist", so Zinggl.

Inhalte unterliegen der Vertraulichkeit
Von den am heutigen Donnerstag Befragten sei "teilweise mehr gesagt" worden, als erwartet. Inhalte dürfen aufgrund der Vertraulichkeit der Befragungen nicht bekannt gegeben werden. Geladen waren u.a. Thomas Angermair, der im Sommer 2014 ein Rechtsgutachten zu etwaigen strafrechtlichen Konsequenzen infolge des Rechnungshofberichts zu den Bundestheatern erstellt hat, sowie der Wirtschaftsprüfer Richard Bock, der mit der Vorbereitung, Begleitung und Koordination der wirtschaftlichen Effizienzanalysen der Bühnengesellschaften der Bundestheater-Holding betraut war.

In der Sitzung am 26. Februar werden vor allem Mitglieder des Bundestheater-Aufsichtsrats befragt werden, darunter u.a. der Vorsitzende der Holding-Aufsichtsrats, Max Kothbauer, sowie die AR-Mitglieder Manfred Matzka, Hilde Hawlicek, Ingrid Kapsch-Latzer und Walter Tiefenbacher.