Wo der Ruf nach dem Schutz religiöser Gefühle ertönt, da wird nicht selten zum Angriff geblasen - zum Angriff auf die Freiheit. Handstreichartig zuletzt die Entlassung des Opern-Chefs von Nowosibirsk: Sein neuer "Tannhäuser", mit Halbnackten und einem Heiland auf der Bühne, rief die orthodoxe Kirche als Schutzmacht auf den Plan. Ein viel diskutierter Eingriff auch in Übersee: Im US-Staat Indiana erlaubt ein "Gesetz zur Wiederherstellung der Religionsfreiheit", homosexuelle Kundschaft abzuweisen. Was ein Pizza-Lieferdienst etwa schon getan habe, wie Kritiker behaupten.

Zu diesen Kritikern zählen freilich auch einige Stars. "Wenn ihr schwul und aus Indiana seid und wirklich Pizza bei eurer Hochzeit haben wollt . . . Wir machen sie euch!", twitterte TV-Star Zach Braff und umarmt auf einem beigefügten Foto seinen Kollegen Donald Faison. Eine Geste nicht ohne Augenzwinkern: Die beiden Schauspieler gaben in der Ärzteserie "Scrubs" ein hinreißend kryptoschwules Paar ab. Pop-Skandalnudel Miley Cyrus nahm erwartungsgemäß derb zu dem Gesetz Stellung: Sie belegte den Gouverneur von Indiana kurzerhand mit einem A-Wort.

Heftige Töne stimmt derzeit auch Mischa Barton an, aber leider nicht im Dienste höherer Ziele. Die US-Schauspielerin zettelt einen Rechtskrieg mit der eigenen Mutter an: Diese habe "hinterhältig" Einnahmen veruntreut, als sie für ihr eigenes Fleisch und Blut noch als Managerin gearbeitet hat.

Gute Nachrichten dagegen von B.B. King: Der legendäre Bluesgitarrist, der in den Vortagen in ein amerikanisches Spital eingeliefert worden ist, hat dieses wieder verlassen. Der 89-Jährige war wegen einer Dehydrierung im Zusammenhang mit Diabetes behandelt worden. Wie der Sänger über Facebook mitteilen ließ, ginge es ihm mittlerweile wieder deutlich besser. Fotos:apa/epa, epa/picturedesk