Das Maskottchen der Griechenlandhilfe.
Das Maskottchen der Griechenlandhilfe.

Wer ist schuld an der anhaltenden Krise in Griechenland? Darüber kann man lange diskutieren. Mittlerweile sollte man freilich nicht die Opfer vergessen. Jene, die vor dem finanziellen Kollaps wenig hatten, sind jetzt noch schlechter dran. Nach radikalen Kürzungen im Gesundheitssystem, passierte, was in Europa eigentlich nicht passieren dürfte: Menschen fallen weitgehend oder sogar völlig aus dem Versicherungsschutz.

Ärzte werden nicht mehr beschäftigt, oder ihr Gehalt wird radikal gekürzt. 3.000 griechische Ärzte sind in den letzten Jahren allein nach Deutschland ausgewandert.

Initiativen im medizinischen Bereich versuchen, diese Lücke durch ihr Engagement zu füllen. Doch es mangelt an Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern. Diese versucht, die österreichische Griechenlandhilfe zu organisieren. Reinhilde Digruber vom Vorstand des Vereins: "Dank der Spenden haben wir bereits mehr als 70 Transporte mit 100 Tonnen Hilfsgütern ausgeliefert."

An diesem Wochenende stellt sich die Griechenlandhilfe in Wien der Öffentlichkeit vor. Dabei werden sowohl Informationen wie ein reichhaltiges Kulturprogramm geboten. Am Samstag spielt um 19 Uhr die Bluesband Runway 27, Left. Am Sonntag präsentiert um 13 Uhr der Gründer Erwin Schrümpf die Ziele der Initiative. Am Nachmittag gibt es griechische Musik mit Nikos Vagias, Loukia Agapiou, Lakis Jordanopoulos und Marios Anastassiou.