Märchenhaft: Schon bald wirbelt die Artistin durch die Luft. - © Cirque du Soleil
Märchenhaft: Schon bald wirbelt die Artistin durch die Luft. - © Cirque du Soleil

Es ist, als würde ein Athlet Shakespeares "Der Sturm" träumen: Die Handlung ist auf fantastische Weise verzerrt, dafür ist jede Szene mit waghalsigen turnerischen Einlagen gespickt. Die Zeltshow "Amaluna" des Cirque du Soleil ist seit Donnerstag erstmals auch in Österreich zu sehen. Die Geschichte rankt sich um ein abgeschiedenes, fast ausschließlich von Frauen bevölkertes Eiland, auf dem die Tochter der Herrscherin dabei ist, ins Erwachsenenalter einzutreten. Just da beschließt das hexerische Muttchen, die Kräfte der Natur auszuschicken, um ein Schiff zum Kentern zu bringen. An Land gespült werden ein Haufen Matrosen, unter ihnen auch der fesche Romeo.

Das große Atout des Cirque du Soleil ist sein Facettenreichtum. In seinen Shows trifft Traumwelt auf Athletik, treffen fantastische Erzählungen auf New-Age-Musik, trifft Lichtspektakel auf märchenhafte Kostüme. Die einzelnen Elemente sind in jeder Show unterschiedliche ausgeprägt. Findet sich das vor drei Jahren in Wien aufgeführte "Kooza" beispielsweise stark in der athletischen Ecke, so steht "Amaluna" mehr auf der Seite von Erzählung und Inszenierung. Fans der Artistik können beruhigt sein: Es bleibt noch genug, das einem den Atem stocken lässt. Hier wirbelt eine Walküre auf einem Reifen durch die Lüfte, den sie lediglich in ihrem Nacken eingeklemmt hat, dort klammert sich Romeo wie ein U-Hakerl mit Bauch und Schenkel an eine fünf Meter hohe Stange, von der er pfeilschnell runterrutscht, nur um den Fall wenige Zentimeter über dem Boden abzufangen. Beeindruckend.

Zirkus

Amaluna - Cirque du Soleil

Neu Marx/Karl Farkas Gasse

Bis 17.4.