Die Ars Electronica in Linz präsentiert zu ihrem 40. Geburtstag im Herbst ein neues Musikfestival. Die Dauerausstellung "Kompass" im Center wird bereits Ende Mai fertig sein, weitere Neuerungen folgen Ende August. Im Fokus steht die Digitalisierung bzw. die Künstliche Intelligenz (KI).

Bisher sei die Digitalisierung eine der industriellen Welt gewesen, jetzt, mit Machine Learning werde das Denken und Entscheiden digitalisiert. Darum sei das Generalthema für die kommenden Jahre die KI, schickte der künstlerische Leiter Gerfried Stocker der neuen Dauerausstellung voraus. Das vier Millionen Euro teure Projekt wird nach dem Ausfall des Landes von Stadt (2,5 Millionen) und Ars Electronica (1,5 Millionen) allein getragen. Es wird den Titel "Kompass - Making Sense of it" tragen und soll den Besuchern die Fähigkeit zur Navigation in unserer digitalen Welt vermitteln. Themen sind KI, Life Science, Responsible Innovation. Parallel werden Mensch und Maschine betrachtet, etwa, wie das Gehirn funktioniert und das Denken in einer Maschine.

Musikmaschinen

Neu beim Festival von 5. bis 9. September wird ein eigenes europäisches Festival für Artificial Intelligence und Music sein. Nur so viel: Die älteste programmierbare Maschine war eine Flöte im Bagdad des 9. Jahrhunderts, gab Stocker Einblick. Der Prix Ars Electronica bekommt - wie bereits berichtet - mit Artificial Intelligence & Life Science eine neue Kategorie, der Jugendpreis U19 wird in zwei Altersklassen vergeben.

Neu sind auch Research Institutes in Kooperation mit dem Futurelab, der hauseigenen Entwicklungsabteilung, die eine Brücke zwischen künstlerischer Grundlagenforschung und konkreten Anwendungen schlagen sollen. Das erste betreibt die Ars Electronica mit Werner Jauk, Klangkünstler und Musikwissenschaftsprofessor an der Universität Graz zum Thema "Auditory Cultures".