• vom 04.02.2003, 00:00 Uhr

Kultur

Update: 08.04.2005, 09:32 Uhr

Hans Hollmann feiert seinen 70. Geburtstag




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Seine siebenstündige Inszenierung des Mammutdramas "Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus, die er 1980 für die Wiener Festwochen erarbeitete, wurde Legende. Sein "Hamlet" mit Klaus Maria Brandauer in der Titelrolle, der 1985 am Burgtheater Premiere hatte, sorgte zuletzt anlässlich von Brandauers eigener Inszenierung desselben Stücks wieder für Gesprächsstoff. Heute, Dienstag, feiert er seinen 70. Geburtstag.


Hans Hollmann wurde am 4. Februar 1933 als Sohn eines Musikpädagogen in Graz geboren. Er studierte an der dortigen Karl-Franzen-Universität Rechtswissenschaften, bevor er nach seiner Promotion 1956 das Max-Reinhardt-Seminar besuchte. Im Anschluss daran war er von 1958 bis 1968 als Schauspieler am Theater in der Josefstadt in Wien engagiert. Erste überregionale Bekanntheit als Regisseur erlangte er 1967 mit seiner Inszenierung von Horvaths "Italienischer Nacht" am Staatstheater Stuttgart.

Als freier Regisseur arbeitete Hollmann u.a. in Hamburg, Berlin, München, Düsseldorf, Wien, Zürich und Basel, wo er von 1975 bis 1978 auch Direktor des Basler Theaters war. Werke von Schnitzler und Karl Kraus lagen ihm seit jeher ebenso am Herzen wie zeitgenössische Autoren. Von Elias Canetti etwa inszenierte er die "Komödie der Eitelkeiten", "Die Befristeten" und "Hochzeit" (1985 am Akademietheater). In Wien führte Hollmann u. a. bei "Die Schattenlinie" von Tankred Dorst im Akademietheater sowie bei Raimunds "Der Alpenkönig und Menschenfeind" und Hugo von Hofmannsthals "Der Turm" (1997) am Burgtheater Regie. In Frankfurt inszenierte er 1997 die Deutsche Erstaufführung von Peter Handkes "Zurüstungen für die Unsterblichkeit". In Bonn brachte er Elfriede Jelineks "Krankheit oder Moderne Frauen" zur Uraufführung.

Ab 1977 wandte sich Hollmann auch verstärkt dem Musiktheater zu. So führte er etwa in seiner Heimatstadt Graz Regie bei der österreichischen Erstaufführung der dreiaktigen Fassung von Alban Bergs "Lulu" (1981).

1993 erhielt Hans Hollmann eine Berufung als Professor für Theaterregie an die Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main.



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Dokument erstellt am 2003-02-04 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-08 09:32:00


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