• vom 14.11.2001, 00:00 Uhr

Kultur

Update: 08.04.2005, 09:38 Uhr

Musiker Johannes Fehring feiert seinen 75. Geburtstag

Meister des Big-Band-Sounds




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Ein Leben in Musik: So könnte man das bisherige Tun und Sein des Johannes Fehring charakterisieren. Mit seiner All Star Big Band und ab 1971 parallel dazu mit dem ORF Big Band Orchester gelangte er zu Ruhm. Heute, Mittwoch, feiert Fehring seinen 75. Geburtstag. Im Mittelpunkt von Gratulationen stand Fehring schon am Freitag, als ihm im Rahmen des Salzburger Jazz Herbstes das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen wurde.


Um Geld dazuzuverdienen, spielte der Kompositionsschüler von Friedrich Wildgans und Dirigentenschüler von Kurt Wöss abends im amerikanischen "Embassy-Club" beim Orchester Walter Heidrich, wo er auch das Handwerk des Arrangierens erlernte. 1948 lernte er Teddy Windholz kennen, gründete mit diesem eine Band und begann mit seinen Auftritten im Wiener Volksgarten.

1955 trennte sich Johannes Fehring von Windholz und gründete unter seinem Namen eine All Star Big Band. Auftritte und Tourneen folgten, z. B. mit Peter Alexander, Udo Jürgens, Gilbert Becaud und Ella Fitzgerald.

1958 stiegen Fehring und seine Band in das junge Medium Fernsehen ein. 1963 wurde Johannes Fehring Chef des WDR-Tanzorchesters und wurde nach Köln berufen, ohne aber seine Wiener Arbeit zu vernachlässigen.

Im Jahr 1965 wurde das Orchester vom Theater an der Wien verpflichtet. Fehring zeichnete für Erfolgsproduktionen wie "Der Mann on La Mancha", "Anatevka", "Cabaret", "Gigi" und "My Fair Lady" verantwortlich. Wegen der starken Beanspruchung des Orchesters kam es 1971 zu einer Splittung und zur Gründung des ORF Big Band Orchesters.

Gegen Ende der 60er Jahre entstanden Plattenproduktionen wie Marianne Mendts "A Glockn . . .", die den Austropop zum Leben erweckten.

1983 wurde Fehring mit der Durchführung der Großveranstaltung "25 Jahre Wiener Stadthalle" beauftragt. Es wurde seine letzte Produktion. Unmittelbar danach zog er sich abrupt aus dem öffentlichen Leben zurück.



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Dokument erstellt am 2001-11-14 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-08 09:38:00



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