Der amerikanische Musical-Darsteller Steve Barton ist, wie erst heute, Dienstag, bekannt wurde, am 21. Juli im Alter von 47 Jahren gestorben. Er erlag unerwartet in Bremen einem Herzversagen. Barton, der in New York lebte, feierte in Wien zahlreiche Erfolge, u. a. als sensible Bestie in "Die Schöne und das Biest" und als Graf von Krolock in der Welturaufführung im "Tanz der Vampire" auf der Bühne des Raimundtheaters.

Barton war mitten in den Vorbereitungen der Aufnahmen des Sammy-Davis-jr.-Hits "Mr. Bojangles" für eine Highlight CD von Stella Musicals. Danach wäre er nach Wien geflogen, um am 3. August an der Vienna Musical School einen weiteren "Steve Barton Workshop" abzuhalten. Weiters war ab 5. Oktober im Pittsburg Public Theater die Premiere der griechischen Tragödie "Medea" geplant, in der er Jason gespielt hätte.

Für seine Rolle als Graf von Krolock erhielt Barton den Image Award, die europäische Version des amerikanischen Tony Award. In Wien spielte Barton außerdem Munkustrap in der Kontinentalpremiere von "Cats" und Jesus in "Jesus Christ Superstar" im Theater an der Wien. In der Volksoper war er als Riff in der "West Side Story" zu sehen.

Barton, der am 26. Juni 1954 in Hot Springs, Arkansas/USA, geboren wurde, begann seine Karriere in Europa. International war Barton am bekanntesten als Originaldarsteller des "Raoul" in der Welturaufführung von Andrew Lloyd Webbers "Phantom of the Opera" in London und am Broadway. Lieblingsparts waren die Titelrollen in "Sweeney Todd" und in der Welturaufführung von Tom Jones und Harvey Schmidt's "Mirette". Zu Bartons CD-Aufnahmen zählen "Phantom", "Cats" und "Tanz der Vampire".