Utta Roy-Seifert (72) und Christa Mitscha-Märheim (66) werden kommenden Dienstag in Wien mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Beide sind seit vielen Jahren

in Österreich als literarische Übersetzerinnen aktiv. Roy-Seifert hat sich auch durch ihren Einsatz für die rechtliche und soziale Besserstellung ihrer Berufsgruppe einen Namen gemacht. Mitscha-

Märheims Wirkungsbereich ist vor allem die Kinder-und Jugendliteratur.

Roy-Seifert, geboren am 13. September 1926 in Breslau, hat in Wien Englisch und Kunstgeschichte studiert. Ihrer Initiative ist es zu danken, daß sich die Übersetzer in Österreich solidarisiert und zu

einer Gemeinschaft zusammengeschlossen haben. Ihr übersetzerisches Gesamtwerk umfaßt literarische Titel aus dem englischen Sprachraum, vor allem aus Indien. Zur Zeit engagiert sich Roy-Seifert für

"Writers in Prison", eine Organisation des PEN-Clubs, die inhaftierte und verfolgte Autoren betreut.

Mitscha-Märheim, geboren am 10. Oktober 1932, hat viele amerikanische Autoren deutschsprachigen Kindern zugänglich gemacht. Einige der Übersetzungen waren so erfolgreich, daß sie in mehreren Auflagen

erschienen. Seit Jahren bemüht sich die Übersetzerin, Menschen den Zugang zur Literatur zu öffnen. Zu diesem Zweck hat sie Theaterfahrten für Jugendliche sowie Mütter- und Frauenseminare organisiert.