• vom 01.05.2018, 08:00 Uhr

Kultur


Architektur

Brutalismus: Hype um die Betonmonster


Fritz G. Mayer, Fritz Wotruba, Kirche zur Hl. Dreifaltigkeit, Außenansicht, Wien 23, 1974–1976. - © Architekturzentrum Wien, Sammlung, Margherita Spiluttini  Norbert Heltschl, Internat Mariannhill, Außenansicht, Landeck, Tirol, 1964. - © Das Internat Abt Franz Pfanner der Missionare Mariannhill, Wolfgang Pfaundler  Norbert Heltschl, Internat Mariannhill, Wasserbecken auf der Dachterrasse, Landeck, Tirol, 1964. - © Architekturzentrum Wien, Sammlung, Friedrich Achleitner  Günther Domenig / Eilfried Huth, Osterkirche, Kirchenraum mit Blick zum Altar, Oberwart, Burgenland, 1966–1969. - © Architekturzentrum Wien, Sammlung  Karl Schwanzer, WIFI, Internatsturm, St. Pölten, NÖ, 1965–1972, Internatsturm Anfang 2000er Jahre abgerissen. - © Archiv Karl Schwanzer Wien  Gerhard Garstenauer, Kongresszentrum, Blick auf die Terrasse, Bad Gastein, Salzburg, 1968–1974. - © Salzburg Museum  Gerhard Garstenauer, Kongresszentrum, Blick auf Wasserfall und Kongresszentrum, Bad Gastein, Salzburg, 1968–1974. - © Salzburg Museum  Gerhard Garstenauer, Kongresszentrum, Dem Verfall preisgegebene Trinkhallen, Bad Gastein, Salzburg, 1968–1974. - © Erich André Steiner  Werkgruppe Graz, Terrassenhaussiedlung St. Peter, Fest in der Siedlung, Graz, Steiermark, 1972–1978. - © Architekturzentrum Wien, Sammlung  Herwig Udo Graf, Kulturzentrum, Mattersburg, Burgenland, 1973–1976. - © Architekturzentrum Wien, Sammlung  John Madin, Birmingham City Library, Birmingham, Großbritannien, 1969–1973, 2016 abgerissen. - © Jason Hood 2016  Kallmann McKinnell & Knowles / Campbell, Aldrich & Nulty, Boston City Hall, Boston, Massachusetts, USA, 1962–1969. - © Bill Lebovic 1981  O. Gurevich / V. Zhukov, Hotel Rus, Sankt Petersburg, Russland, 1980–1988. - © Konstantin Antipin 2016  Warren & Mahoney, Christchurch Town Hall, Christchurch, Neuseeland, 1972. - © Warren & Mahoney ca. 1972 



  • Sehenswert (2)




Von WZ Online, Michael Ortner

  • Das Architekturzentrum zeigt mächtige Betonbauten von Österreich bis Neuseeland. Eine Auswahl in Bildern.

Wien. Kalt, grau und abweisend: Bauten aus rohem Sichtbeton werden häufig als architektonische Bausünde abgetan. Obwohl sie in den vergangenen Jahren einen richtigen Hype ausgelöst haben, verfallen sie oder werden abgerissen. Dabei haben die teils wuchtigen Klotze eine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Aus ihnen spricht "vielfach der Wunsch nach einer selbstbewussten Demokratie, die sozialen Aufschwung und eine egalitäre Gesellschaft bringen sollte", heißt es im Ausstellungstext. Oft handelte es sich um kommunale Einrichtungen wie Schulen, Kirchen, Bibliotheken oder Krankenhäuser, die von kommunalen Auftraggebern errichtet wurden.

Das Architekturzentrum Wien widmet sich in der Schau "SOS Brutalismus. Rettet die Betonmonster!" brutalistischen Bauten aus mehreren Jahrzehnten. Österreichische Ikonen wie die Wotruba-Kirche in Wien oder der WIFI-Internatsturm in St. Pölten treffen auf internationale Beispiele wie der City Library in Birmingham. Neben zahlreichen Fotos, Skizzen und Originalplänen gibt es auch Modelle aus Karton und Beton zu sehen.

Von 3. Mai bis 6. August 2018, täglich von 10 bis 19 Uhr,
Tickets 9€ bzw. 7 €.
Alle Infos unter www.azw.at
.

Weltweit haben sich die Brutalismus-Jünger zusammengeschlossen und eine Initiative gebildet. In der Online-Datenbank "SOS Brutalismus" finden sich mehr als 1000 Beispiele aus der ganzen Welt.





Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-04-17 12:00:03
Letzte Änderung am 2018-04-23 12:00:42

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