Kevin Spacey - © AFP
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Das alte Rom hatte für Staatsfeinde eine besondere Strafe. Nach dem Tod fielen sie der damnatio memoriae anheim, also der Verdammung des Andenkens. Denkmäler wurden geschleift, Inschriften getilgt: Poppea . . . wer?Kevin Spacey passiert schon zu Lebzeiten etwas Ähnliches. Seit ihn mehrere Männer der sexuellen Belästigung bezichtigen, ist der Filmstar aus der Öffentlichkeit und von der Leinwand verschwunden: Seine Szenen in "All The Money In The World" wurden noch vor dem Filmstart entfernt. Nun ist Spaceys letzte Arbeit vor Ausbruch des Eklats in die US-Kinos gekommen, sehen will sie aber keiner. "Billionaire Boys Club" lief in acht Lichtspieltheatern an und erwirtschaftete am ersten Tag nur 126 Dollar.

Apropos verfemt: Thomas Markle, wegen seiner Zornesreden von der nobilitierten TochterHerzogin Meghanund SchwiegersohnPrinz Harrygeschnitten, rächt sich mit noch mehr Häme. Der Amerikaner hat die Familie vonQueen Elizabethmit Scientology verglichen und wirft ihr Realitätsverweigerung vor. "Sie schließen die Türe, ziehen die Rollo herunter und stecken sich die Finger in die Ohren, damit sie nichts hören müssen." Außerdem fantasierte er darüber, dass die britischen Royals "sicherlich" auch einen geheimen Handschlag hätten.Fotos:afp