• vom 23.08.2018, 16:54 Uhr

Kultur

Update: 23.08.2018, 17:09 Uhr

EFA18

Wenn Künstler die Zukunft vorwegnehmen




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Von Gregor Kucera


    Alpbach. Das Leben in der nicht allzu fernen Zukunft wird ein verstärktes Zusammenwachsen von Mensch und Maschine sein, meinen einige Experten bei den Technologiegesprächen in Alpbach.

    Der Unterschied zwischen verpflanzter Technologie, die Menschen am Leben erhält (etwa Herzschrittmacher) oder implantierten Chips, die die Erkenntnismöglichkeiten der Humanoiden erweitern sollen, liegt derzeit lediglich darin, dass man sich unter erstgenannten etwas vorstellen kann, daher auch keine Angst hat, und letztgenannte einfach zu wenig kennt.

    Erdbeben via Implantat erspüren

    Die Grenzen der Möglichkeiten, aber auch der Vorstellungen, was in Zukunft möglich sein wird, erweitern derzeit vor allem Künstler. Am Samstag wird die spanische Cyborg-Aktivistin und Avantgarde-Künstlerin Moon Ribas in Tirol für Diskussionen sorgen. Bekannt wurde Ribas dafür, dass sie ein Implantat entwickelt hat und sich im Ellbogen einpflanzen ließ, das Erdbeben durch Vibrationen spürbar macht. Für Aufsehen sorgt auch der Künstler "Stelarc", der im Rahmen seines Projekts "Scale Ear" ein drittes Ohr an seinem Arm entstehen lässt. Aus menschlichen Zellen wird diese weiche Prothese an seinem Körper gezüchtet.

    Was auf den ersten Blick vielleicht für Unverständnis sorgt, öffnet bei genauerer Betrachtung spannende Perspektiven. Wie wird in Zukunft mit Cyborgs umgegangen werden? Welche Möglichkeiten ergeben sich und wie sind rechtliche, ethische oder politische Rahmenbedingungen gegeben? Die Antworten darauf weiß derzeit noch niemand, aber die Künstler zeigen zu allererst, dass ein Nachdenk- und Handlungsbedarf dringend gegeben ist.





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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-08-23 17:02:41
    Letzte Änderung am 2018-08-23 17:09:54


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