• vom 13.09.2018, 15:32 Uhr

Kultur


Salzburger Osterfestspiele

Salzburg holt Bachler




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  • Nikolaus Bachler soll als Nachfolger von Peter Ruzicka die Osterfestspiele leiten.


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Salzburg. Wiener Festwochen, Wiener Volksoper, Burgtheater, Bayerische Staatsoper München - und jetzt nähert sich Nikolaus Bachler auch Salzburg: Er wird die Intendanz der Osterfestspiele übernehmen: Der Aufsichtsrat hat sich einstimmig für ihn ausgesprochen. Damit wird Bachler auf Peter Ruzicka folgen, dessen Vertrag mit 30. Juni 2020 ausläuft.

Die Geschäftsführung des Festivals wurde beauftragt, einen Vertrag mit Bachler auszuarbeiten. Dessen Vertrag in München dauert noch bis Sommer 2021, Bachler soll sich aber dazu bereit erklärt haben, bereits im Sommer 2020 nach Salzburg zu wechseln. Allerdings könne er naturgemäß für das erste Festival seiner Intendanz noch keine künstlerische Verantwortung übernehmen, weil dieses noch nicht von ihm programmiert sei, so einer der Sitzungsteilnehmer.


Nikolaus Bachler, am 29. März 1951 in Fohnsdorf (Steiermark) geboren, legt eine fast beispiellose Modell- und Erfolgskarriere als Intendant hin. Bachler studierte Schauspiel am Wiener Max-Reinhardt-Seminar.

Nach dem Abschluss ging er, noch unter dem Namen Klaus Bachler, an das Salzburger Landestheater und war obendrein an diversen Bühnen in Deutschland als Schauspieler engagiert. 1987 wurde er künstlerischer Betriebsdirektor des Berliner Schiller-Theaters, den Posten hatte er bis 1990 inne. Anschließend ging er für zwei Jahre nach Paris. 1992 wurde er zum Intendanten der Wiener Festwochen ernannt, anschließend 1996 zum Intendanten der Wiener Volksoper. 1999 übernahm Bachler von Claus Peymann das Wiener Burgtheater, das ihn 2009 zu seinem Ehrenmitglied ernannte.

Zu Beginn der Spielzeit 2008/2009 wurde Bachler die Intendanz der Bayerischen Staatsoper in München übertragen. Seither nennt er sich wieder nach seinem Geburtsnamen Nikolaus Bachler.

Bachler versteht Spielpläne als Gesamtkonzepte. In einem Interview mit dem Sender BR-Klassik sagte er: "Ein gesamter Spielplan muss den Menschen und dem Publikum mehr erzählen als die einzelne Vorstellung."




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Dokument erstellt am 2018-09-13 15:42:12


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