• vom 16.09.2018, 08:00 Uhr

Kultur


Wiener Staatsoper

Gralsburg und Nahversorger




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  • Die Wiener Staatsoper wird im Frühjahr 150 Jahre alt - und durchforstet die eigene Geschichte ab Montag mit einem dreitägigen Symposium.

Vor 150 Jahren, am 25. Mai 1869, wurde die Wiener Staatsoper feierlich mit Mozarts Oper "Don Giovanni" eröffnet.

Vor 150 Jahren, am 25. Mai 1869, wurde die Wiener Staatsoper feierlich mit Mozarts Oper "Don Giovanni" eröffnet.© apa/Hochmuth Vor 150 Jahren, am 25. Mai 1869, wurde die Wiener Staatsoper feierlich mit Mozarts Oper "Don Giovanni" eröffnet.© apa/Hochmuth

Wien. Die Jubiläumssaison der Wiener Staatsoper ist angelaufen, feiert man doch am 25. Mai 2019 das 150-jährige Bestehen des Hauses am Ring. Damals, im Jahr 1869, wurde der Bau der Architekten August Sicard von Sicardsburg - er entwarf den Grundplan - und Eduard van der Nüll - er zeichnete für die Innenausstattung verantwortlich - mit Mozarts "Don Giovanni" in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet. Doch bevor der eigentliche Geburtstag im Frühjahr begangen wird, beleuchtet man an der Staatsoper die eigene Geschichte bereits wissenschaftlich.

Mit einem dreitägigen Symposium unter Federführung des Zeithistorikers Oliver Rathkolb - so etwas wie der Stammbegleiter heimischer Jubiläen - bemüht man sich darum, nicht nur Jubelfeiern zum Jubiläum auszurichten, sondern die Gelegenheit auch zum kritischen Hinterfragen der eigenen Vergangenheit sowie mancher Tradition zu nutzen. Auf Initiative von Hausherr Dominique Meyer wird deshalb in den einzelnen Vorträgen von 17. bis 19. September nicht nur die Geschichte des eigentlichen Hauses am Ring beleuchtet, sondern die Genese des Musiktheaters in Wien als solches nachgezeichnet. "Das ist nicht nur eine intellektuelle oder historische Fingerübung, sondern bietet viel Stoff für Gegenwarts-und Zukunftsdebatten", so Rathkolb im Interview mit der Staatsopern-Dramaturgie.


Jubiläumssaison und
ein Doppel-Prachtband

Über ganze drei Tage ziehen sich die Vorträge, zu denen Koryphäen ihres Fachs wie Otto Biba als Archivdirektor aus dem Wiener Musikverein, Theaterwissenschafterin Isolde Schmid-Reiter oder der einstige Philharmoniker-Vorstand Clemens Hellsberg geladen sind. Von den Anfängen der Oper in Wien über das Hoftheater und italienische Librettistik, von der Ballettgeschichte über die einzelnen Direktionen der Oper, den Wiederaufbau bis zum eigentlichen Bau des imposanten Hauses reicht das Spektrum der Vorträge. Prominente Postenbesetzungen werden dabei ebenso Thema sein wie Einblicke in das gesellschaftliche und künstlerische Leben am Ring. Die Staatsoper im Film, Musiktheater als Gegenwartskunst sowie politische und kulturelle Netzwerke werden darüber hinaus ebenso beleuchtet. Der Eintritt zur Veranstaltung im Gustav Mahler-Saal ist frei, wobei kostenlose Zählkarten ausgegeben werden. Auf der Homepage der Staatsoper ist ein Live-Stream der Vorträge geplant.

Das Symposium kommende Woche ist jedoch nur ein Teil der Sonderveranstaltungen in der laufenden Jubiläumssaison. So ist ein zweiter Teil für kommenden Mai vorgesehen, wobei alle Ergebnisse in einem reich bebilderten Doppelband veröffentlicht werden sollen. Hinzu kommt eine Ausstellung zur Geschichte der Staatsoper im Haus selbst und ab 16. Mai 2019 im Theatermuseum die Schau "Die Spitze tanzt - 150 Jahre Ballett an der Wiener Staatsoper". Und am eigentlichen Geburtstag, dem 25. Mai 2019, ist die hochkarätig besetzte Premiere von Richard Strauss’ "Die Frau ohne Schatten" angesetzt.




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Dokument erstellt am 2018-09-14 15:42:09


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