• vom 21.01.2015, 11:15 Uhr

Museum

Update: 21.01.2015, 11:17 Uhr

C14-Methode

Ägyptische Mumien in Vatikanischen Museen sind Fälschungen




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Von WZOnline/APA

  • Neue Untersuchungen ergaben, dass diese in England im 19. Jahrhundert hergestellt wurden.

Rom. Zwei vermeintliche Mumien aus der ägyptischen Pharaonenzeit, die in den Vatikanischen Museen aufbewahrt werden, haben sich als Fälschungen entpuppt. Experten stellten mithilfe der C14-Methode zur Altersbestimmung fest, dass die circa 60 Zentimeter langen Mumien eigentlich aus dem 19. Jahrhundert stammen und in England hergestellt wurden, berichtete die Tageszeitung "Il Messaggero".

Auf dem Gesicht einer der beiden Mumie wurde eine Zinnfolie entdeckt, die in Wales produziert wurde. "Wir haben die modernsten Technologien angewendet, um der Herkunft der vermeintlichen Mumien nachzugehen", berichtete Alessia Amenta, Direktorin der Ägypten-Abteilung der Vatikanischen Museen.


Handel mit Mumien
Der Handel mit Mumien war in der Vergangenheit sehr verbreitet gewesen und habe bereits im Mittelalter begonnen. Im ganzen Mittelmeerraum wurden Mumien verkauft, deren Pulver für pharmazeutische Zwecke verwendet wurde, berichtete Amenta. Von einer "Mumien-Manie" könne man ab der Renaissance sprechen. "Wahre Mumien kosteten viel, daraufhin hat der Handel mit Fälschungen begonnen", so Amenta.

Vor allem nach Napoleons Ägypten-Kampagne sei das Interesse von Privatsammlern für Mumien besonders gestiegen. Ähnliche Mumien wie jene, die sich im Vatikan befinden, gibt es rund 40 in Europa, darunter vier in Turin.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2015-01-21 11:16:44
Letzte nderung am 2015-01-21 11:17:58



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