Ein grandioses Cover, gestaltet von Stefan Papst (Ja, Panik), nämlich ein kolorierter Kupferstich der Moskauer Universität, ziert das sechste Album von Jens Friebe. Das passt zum Albumtitel, dessen wortspielerische Gewitztheit an die Kalauerqualität Morrisseys heranreicht. Friebe legte mit "Fuck Penetration" zuletzt elf deutsch-englische Songs vor, die es in sich haben. Die Ballade "Worthless" als Opener signalisiert die diesmal markante Präsenz der Popsprache, in der noch vier andere Stücke gesungen werden - wie die Klavierpopmitsinghymne "Only Because You’re Jealous Doesn’t Mean You’re In Love", die es verdient, ein internationaler Hit zu werden.

Es geht aber auch experimenteller: Bei "Herr der Ringe" lässt Friebe seinen Kumpel Chris Imler mit wundervoll rollendem R singen, während die Kraftwerk-Synthies von "Charity/Therapy" so großartige Zeilen begleiten wie "Es ist schön, den Armen was abzugeben / Es ist schön, den Traurigen zuzuhören / Am Schönsten wär, was jedes Leben traurig und arm macht, zu zerstören." Das sollte man sich auch live nicht entgehen lassen.