Ellery James Roberts und Ebony Hoorn sind im Jahr 2018 nicht nur von Amsterdam nach Manchester übersiedelt, sie nennen sich jetzt auch wieder Lost Under Heaven, nachdem sie ihr erstes Album im Jahr 2016 als LUH veröffentlicht hatten.

Mit "Love Hates What You Become" zeigt das Duo abermals, dass es zu Großem befähigt ist. Auch wenn die neue Arbeit nicht ganz so innovativ klingt wie das Debüt, bleibt der delikate und eigenwillige Mix aus Gothic Rock, Blues, Industrial, Northern Soul, Gospel und Elektropop unverwechselbar. Während Roberts mit rauer Stimme den getriebenen Leidensmann gibt, sorgt Hoorn mit sanfter Anmut für die ruhigen Momente. John Congleton hat das Album produziert, der Swans-Schlagzeuger Thor Harris sorgte für den richtigen Rhythmus.

Die Musik von Lost Under Heaven vereint den Weltschmerz und Wahnsinn von Jeffrey Lee Pierce (The Gun Club), die dramatische Attitüde von Samuel T. Herring (Future Islands) und die pathetischen Sehnsuchtslieder von Finn Andrews (The Veils). Spannungsgeladen - und elegant.