Zur Feier ihres 20-jährigen Bestehens wird das Atmen hörbar: "Breathe" dürfte das erste Stück sein, das Mono mit Gesang eingespielt haben. Bassistin Tamaki Kunishi trägt das japanische Quartett mit gehauchtem Alttimbre in eine neue Spirale des Post-Rock. Zwar haben sich Mono nie wirklich ausgeruht oder in eine Sackgasse manövriert, aber sie hätten vor Jahren im süßlichen Streicherhimmel veröden können.

Streicher spielen nach wie vor eine Rolle, doch vermeint man nun einen Anklang von Jazz und Chanson in den Arrangements zu hören. Vermieden wird auch ein allzu monochromes Klangspiel. Dabei beschreiben Songs wie "Parting" oder "Funeral" vor allem schmerzhafte Trennungen, wobei sich die Band auf ihre Tugenden besinnt: sei es die Elegie, Inspiration durch Filmmusiken oder Metal, um diese Elemente zu einem tollen Kosmos aus kontemplativer Melancholie und einnehmender Traurigkeit zu formen.