Der TV-Moderator Peter Rapp hat seine Karriere nach dem Motto "Vorbereitung ist Schwäche" bestritten . . .

König Boris: Meine Rede! Hausaufgaben versauen einem ja auch ganz schnell die Lust. Unser Konzept beinhaltet die sekündliche Chance des absoluten Scheiterns.

Dokter Renz: Sich beim Stolpern filmen zu lassen ist unterhaltsam. Am Ende ist das Schlimmste, das uns passieren kann, dass die Anrufer lustiger sind als wir. Okay, das ist demütigend! Aber auch schön.

Generell scheint die Peter-Rapp-Methode im Jahr 2019 überholt zu sein. Heute ist alles sehr professionell. Vorbereitung erfordert außerdem nur ein Mindestmaß an Willen. Einmal schnell auf Google, und zack.

Björn Beton: "Wissen ist Macht. Wir wissen nichts. Macht nichts." Alter Spruch aus den 80er Jahren!

Dokter Renz: Es ist doch der absolute Partykiller, wenn es zum Beispiel darum geht, wer noch mal schnell die Hauptrolle in dem einen Film gespielt hat - und dann googelt das jemand. Leute, der Spaß ist doch, dass man darüber nachdenkt!

Gleichzeitig hat man das Gefühl, dass heute weniger aus Neugier, sondern aus Unsicherheit gefragt wird. Stichwort: Wie lange dauert ein Drei-Minuten-Ei? Brauchen wir wirklich schon für alles Assistenz?

Björn Beton: Ich finde das eine sehr düstere Aussicht, aber so ganz falsch erscheint sie mir leider auch nicht.

Dokter Renz: Man muss sich ja nur den eigenen Schreck vergegenwärtigen, wenn man einmal in einer fremden Stadt unterwegs ist und sieht: Scheiße, nur mehr ein Prozent Akku. Dann müsste ich ja Menschen ansprechen! Wir gewöhnen uns sehr schnell an Gadgets, die das Leben erst mal vereinfachen, es aber auch einfallsloser machen.

Der Unsinn regiert nicht nur Ihre Sendung, sondern mitunter auch die Weltpolitik. Ist die Bezeichnung "alternative Fakten" das verbindende Element zwischen dem Weißen Haus und "Was wollen wissen?"?

König Boris: Haha!

Björn Beton: Ich habe heute auf dem Weg zum Flughafen ein Lied gehört, in dem der Satz "God is the greatest comedian" vorgekommen ist. Ich muss sagen, das hat mir gut gefallen.

König Boris: Der entscheidende Unterschied ist, dass von unseren Antworten nichts abhängt. Und dass wir nicht behaupten, die Wahrheit zu wissen. Sollten wir sie einmal aussprechen, war das höchstwahrscheinlich ein Versehen.

Sie sind jetzt Mitte vierzig, also im besten Alter für die Midlife-Crisis. Aber eigentlich drängt sich eher die Frage auf, wann Fettes Brot nun erwachsen werden . . .

König Boris: Ich habe bis heute noch nicht ganz verstanden, was "Erwachsensein" überhaupt sein soll, hoffe aber auf ein liebevolles soziales Umfeld, das mich sanft von den größten Irrtümern abhalten wird, die man in so seiner Midlife-Crisis begehen kann.