Björn Beton: Boris, kaufe dir nicht den gelben Ferrari!

Dokter Renz: Das Los des Künstlers ist, dass er gleichzeitig über- und unterschätzt wird. Wir genießen eine gewisse Narrenfreiheit. Ich finde das gut.

Mit Ihrer aktuellen Single beweisen Sie, dass Fettes Brot auch ernst sein können. Mit "Du driftest nach rechts" machen Sie sich Sorgen um aktuelle Entwicklungen, Stichwort "Spaltung der Gesellschaft".

König Boris: Das Phänomen, dass mittlerweile jeder in seinem privaten Umfeld auch Leute findet, die mit Haltungen um die Ecke kommen, die man ihnen nicht zugetraut hätte, kennen mittlerweile fast alle. "Du driftest nach rechts" ist der Song dazu. Es ist wichtig, da aufzupassen - und an geeigneter Stelle den Mund aufzumachen.

Andererseits hat sich zuletzt auch Helene Fischer zu #WirSindMehr bekannt. Ist Weltfrieden vielleicht doch noch möglich?

Björn Beton: Und mit der Speerspitze der Revolution voran: Helene Fischer! Es drängt sich die Frage auf, wie weit eine Gesellschaft gekommen ist, wenn sie Helene Fischer braucht als jemanden, der sagt, wie Menschen miteinander umzugehen haben - und dass Hass der falsche Weg ist. Wobei ich mich persönlich gefreut habe, dass sie es gesagt hat. Ich kaufe ihr das ab.

Dokter Renz: Sie ist mir damit auf jeden Fall sympathischer als Andreas Gabalier. Würde der seine Positionen definieren, wäre ein Teil seiner Hörer weg. Er aber baut sein Schaffen auf absichtlichen Missverständnissen auf.