Der Einstieg mit Synthesizer und Schlagzeug im Stop-and-go-Modus lässt an der federführenden Beteiligung von Lukas König keinen Zweifel. Der Mann, der uns (neben weiteren Standbeinen wie etwa 5K HD oder Kompost3) im Duo als Koenigleopold mit seiner "Kohlhauser"-Verwurstung ebenso gut unterhalten hat wie mit seinen Musikbeigaben für den Film "Hotel Rock ’n’ Roll" (Stichwort: "STRESS!"), biegt im Weiteren aber ab, um gemeinsam mit Julien Desprez an der Gitarre und der Vokalistin Audrey Chen unter dem Alias Mopcut zwischen freier Improvisation und Experiment einen Raum auszuloten, der im Bereich Ambient und Noise keine Grenzen kennt.

Wir hören nachtschwarze Streifzüge durch verlassene Industrieanlagen, aus denen zu metallischem Schleifen und Klau-beim-Bau-Percussion vor allem Chens Performance hervorsticht: Es setzt gutturales Gegurgel, kehliges Gurren und ein nach Exorzismus klingendes Silbentourette. Außerdem versteht sich die Frau beeindruckend gut auf Blixa Bargeld, wenn der gerade eine stranguliert werdende Katze gibt.