Die Ende der 70er Jahre in Leeds gegründeten Mekons gelten zu Recht als (Post)-Punk- und (Roots)-Rock-Legenden. Ihr vierzigjähriges Bestehen feiert die Band nun mit einem neuen Album. "Deserted" wurde in einem Studio nahe des Joshua-Tree-Nationalparks aufgenommen und erweist sich Song für Song als Beleg dafür, dass die Truppe um Jon Langford und Sally Timms zwar in Würde gealtert ist, aber nichts von ihrer fröhlichen Renitenz verloren hat.

Nur wenigen Bands gelingt die Verknüpfung von Haltung und politischem Bewusstsein mit Herzensbildung und Empathie so stimmig. Das Resultat sind kraftvolle Songs, die mit eindringlichen Refrains und mitreißenden Melodien beeindrucken und einen wunderbaren Mix aus anarchischen Hymnen, sozialkritischen Dramen und berührenden Liebesliedern bieten. Auf diese Weise leuchten die Mekons kompromisslos und stets Partei ergreifend noch die dunkelsten Ecken des menschlichen Daseins aus, ohne auch nur daran zu denken, auf die guten und schönen Seiten zu vergessen.