Bisher stand die aus New York stammende Singer-Songwriterin Laura Stevenson für eine durchaus eigenständige Auslegung von Indiepop, der große kommerzielle Erfolg blieb allerdings aus. Für ihr mittlerweile fünftes Studioalbum, "The Big Freeze", hat sich die Musikerin nun rundumerneuert. Hatte Stevenson auf ihrem Vorgängeralbum, "Cocksure", noch forschere Töne angeschlagen, so setzt sie jetzt auf Entschleunigung und Reduktion. Allein mit (Akustik-) Gitarren, gelegentlich etwas Klavier, Violine, Cello und dieser warmen und zugleich markanten Stimme werden eindringliche Bilder evoziert.

Es sind keine großen Geschichten, die Stevenson in ihren Liedern erzählt. Aber es gelingt ihr auf bezaubernde Weise, damit Augenblicke einzufangen. Mit Kolleginnen wie Laura Marling und Laura Gibson teilt sich Frau Stevenson nicht nur den Vornamen, sondern auch die sanfte Dringlichkeit und prägnante Anmut der Songpräsentation. Dass an manchen Stellen ein Hauch von Stevie Nicks durchklingt, rundet das stimmige Gesamtbild der Produktion nur ab.