Letzthin haben CJ Carr und Zack Zuckowski einen DeathMetal-Stream veröffentlicht, der von einer Künstlichen Intelligenz (KI) geschaffen wurde. Ihr "Dadabots"-Projekt identifiziert - vereinfacht gesagt - musikalische Muster und reproduziert sie. Womit wir bei Caterina Barbieri wären, die an der Schnittstelle von Mensch und Maschine komponiert und sich mit modularen Synthesizern beschäftigt, wie sie u. a. von Donald Buchla ab den 1960er Jahren entwickelt wurden.

Auf ihrem neuen Album entfaltet die Italienerin eine minimalistische Welt psychedelischer Muster, die aus kleinen einfachen Einheiten zusammengesetzt sind und immer wieder permutiert werden: ein offener Prozess von Wiederholungen und Variationen. Dass diese Repetitionen keineswegs gefühlskalt sind, demonstriert etwa der Reigen in "Bow of Perception". Das Erstaunliche an Barbieris Kompositionen ist jedoch, dass sie wie eine Musik aus der Zukunft klingen, die eine KI erschaffen hat.