A.A. Bondy, der empfindsame Singer-Songwriter aus Birmingham, Alabama, veröffentlicht sein erstes Album nach acht Jahren Pause. 2011 hatte Bondy mit "Believers" ein grandioses Folk-Noir-Album vorgelegt, auf dem es ihm gelang, Schönheit und Schrecken in berührende Musik zu übersetzen. Mit "Enderness" ist er nun ein wenig in ätherische Gefilde abgedriftet. Da erinnert außer der unvergleichlichen Stimme nur noch wenig an den AmericanaInterpreten, dessen rohe Musik einen mit ihrer Intensität nicht selten zu erschüttern vermochte. Bondy ist zum verkopften Soundtüftler mutiert und lässt Folk und Blues auf Minimal Music und Synthesizer-Sounds treffen.

Der durchaus spannende Ansatz erzeugt aber weniger Reibung als erwartet. Das Resultat: zu selten die wohl angestrebten wundersamen Meditationen, zu oft introspektive Langeweile.