Der Song Contest veränderte sein Leben: Cesár Sampson, 2018 für Österreich auf der Bühne. - © afp/Leong
Der Song Contest veränderte sein Leben: Cesár Sampson, 2018 für Österreich auf der Bühne. - © afp/Leong

Conchita Wurst und Udo Jürgens haben es oben aufs Stockerl geschafft, ihnen blühte eine lange Musikkarriere. Einen dritten Platz wie den von Cesár Sampson gab es davor noch nicht. Der Wiener Musiker war bereits viele Male beim Song Contest, mit einem Team hat er zahlreiche Songs anderer Länder produziert. Erst der Auftritt für Österreich im Jahr 2018 hat sein Leben komplett verändert, sagt er im Interview. Einen Wunsch an den ORF hat er dennoch. Und eine Einschätzung zum Song von Paenda, die heuer für Österreich teilnimmt.

"Wiener Zeitung": Warum haben Sie früher mit Künstlern des Labels G-Stone Fußball gespielt?

Cesár Sampson: Das war meine Crew. Mit 18 war ich G-Stone-Artist, Songwriter oder Sänger auf Veröffentlichungen von Rodney Hunter, Peter Kruder oder Stereotyp. Seit ich zehn war, war ich durchgehend musikalisch tätig. Mit 20 habe ich mich von der Musik verabschiedet, habe Sport studiert, Sozialarbeit und Vocal Coaching gemacht. Wir sind als Produzententeam mit Symphonix immer mehr zusammengewachsen und haben viel mit der Eurovision gemacht. Der ORF hat uns angesprochen, weil wir dauernd für andere Länder Erfolge eingefahren haben, aber nichts für Österreich machen. Jedes Jahr wurde es konkreter, ich dachte, der Song Contest wäre eine coole Bühne.

Was passiert, wenn man vom Song Contest abreist?

Es ist extrem frustrierend, jedes Jahr ist die Abreise gefühlte vier Stunden nach dem Finale. Ich weiß nicht, warum der ORF das so macht, jedes Jahr löst sich dieses Erlebnis so komisch auf. Eine finale Feier wäre der krönende Abschluss.

Haben die Teilnehmer untereinander Kontakt, gibt es Treffen, eine geheime WhatsApp-Gruppe?

Mit manchen schreibe ich oft auf Instagram. Wir waren eine verschworene Gemeinschaft, es gab nur Wertschätzung. Ich habe alle angespornt, auch etwas zu tun, das nichts mit dem Song Contest zu tun hat. Da waren sicher zehn Delegationen, die sehr eng waren, vor allem Künstler. Die Delegationen sind oft langweilig (lacht), sie sehen das nur als Arbeit.

Nach so einem Erfolg gibt es vermutlich zuhauf Anfragen?