"Hiphop und Jazz ist ’ne coole Kreation", hieß es 1994 auf dem Debütalbum der deutschen Jazzkantine. Der Satz gilt auch heute noch - wenn man es versteht, die Stile so zündend zu verbinden wie die heimische Gruppe Sketches on Duality. Ein englischer Sprechgesang bürgt hier für urbane Coolness, die Hauptattraktion liefern die vier Musiker. Nie um eine markante Basslinie verlegen, fahren ihre Grooves ins Bein und erweisen sich doch als gefinkelt. Spleenige Synthies, E-Gitarre und Fender Rhodes zollen der Funkiness des Siebziger-Jazzrocks Tribut, hier und da verweist ein nervöser Schlagzeugbeat, garniert mit fluffigen Schwebeklängen, auf heutige Club-Sounds.