Der amerikanische Musiker Art Neville, der dem Brüder-Quartett "The Neville Brothers" aus New Orleans angehörte, ist tot. Sein Manager Kent Sorrell bestätigte der dpa, dass der "Vater des Funks" am Montagmorgen im Beisein seiner Frau im Alter von 81 Jahren gestorben sei. Neben den "Neville Brothers" war der zweifache Grammy-Gewinner Teil der Bands "The Meters" und "The funky METERS".

Neville wurde 1937 als ältester der vier Brüder Art, Charles, Aaron und Cyril in der Jazz- und Soul-Metropole New Orleans geboren. In den 1970er Jahren schlossen sich die Brüder zu den "Neville Brothers" zusammen, die mit einer Mischung aus Country-Soul, Rhythm 'n' Blues, Jazz und Südstaaten-Funk Erfolg hatten. "Yellow Moon", "Brother's Keeper" und "Sister Rosa" zählten zu ihren größten Hits.

Mit den "Meters" und deren Klang, der sich mehr auf Rhythmus als auf Melodien konzentrierte, beeinflusste er viele nachfolgende Musiker und Musikgattungen, wie Hiphop, aber auch die Red Hot Chili Peppers. Erst im vergangenen Jahr zog er sich nach 60 Jahren aus dem Showbusiness zurück. In einem Interview erklärte er einmal, was für ihn das Großartige am Improvisieren in der Musik war: "Das beste ist der Moment, in dem der Rhythmus zu etwas ganz anderem wird."

Die "Recording Academy", die die Grammys verleiht, würdigte Neville als "legendären Musiker": "Viele werden Art sehr vermissen, ihn als Person erinnern, die den Funk in New Orleans fantasievoll zum Leben erweckt hat." Die Bürgermeisterin von New Orleans schrieb bei Twitter, Generationen von Menschen in der Stadt seien mit dem Sound Nevilles aufgewachsen. "New Orleans hat eine weitere Legende verloren." (APA/cb)