"Wer wie ich darunter leidet, dass eine Wolke vor der Sonne vorbeizieht, wie sollte er nicht unter der Dunkelheit des allzeit verhangenen Tages seines Lebens leiden?", schrieb einst Fernando Pessoa. Die "kleinsten Dinge" quälen, weshalb man am besten den Kontakt mit ihnen meidet. Ein aussichtsloses Unterfangen, dem Wreck And Reference auf ihrem vierten Album jedoch nachspüren.

Drei Jahre haben sich Ignat Frege und Felix Skinner - Spezialisten der Verzweiflung - für "Absolute Still Life" Zeit gelassen. Im Vergleich zu ihrem Meisterwerk "Want", das einer Höllenvi- sion entsprungen zu sein schien, gibt sich die US-Band nun kälter und elektronisch verspielter, aber auch weniger säurehaltig und lichter. Über allem schwebt eine fatalistische Melancholie, für die die Noise- und Scream-Elemente reduziert wurden. Auch wenn es hier und da psychotisch wird, stehen verhaltene Melodien im Vordergrund, deren Fragilität wunderbar zu foltern vermag.