16. August 1977. Um etwa 15 Uhr stellen Ärzte des Baptist Memorial Hospital in Memphis den Tod eines Mannes fest. Dieser wurde zuvor zuhause im Badezimmer seiner Villa von seiner Freundin gefunden, mit dem Gesicht nach unten liegend in seinem eigenen Erbrochenen. Diagnose: Herzinfarkt und chronische Darmkrankheit. Der Tote war Elvis Aaron Presley, der heute vor genau 42 Jahren starb.

Wäre Elvis nicht gestorben, hätte er vielleicht später so ausgesehen (zumindest sieht das der Algorithmus der FaceApp so). - © Abresha12, CC BY-SA 4.0
Wäre Elvis nicht gestorben, hätte er vielleicht später so ausgesehen (zumindest sieht das der Algorithmus der FaceApp so). - © Abresha12, CC BY-SA 4.0

Am heutigen Freitag zeigt ZDFinfo anlässlich seines Todestages die neue Doku "Die sieben Leben des Elvis Presley", in der das Leben des Stars von seiner Kindheit bis zum fast unspektakulären Tod dargestellt wird. Aber starb der damals 42-Jährige wirklich oder war die Mitteilung über das Ableben des Stars nur ein großer Schwindel? Verschwörungstheoretiker gehen nämlich davon aus, dass Presley putzmunter ist und ein bescheidenes Leben fernab des Ruhmes führt. Wie genau das aussieht und weshalb das große Täuschungsmanöver nötig war, darüber sind sich die Skeptiker jedoch nicht einig.

Wachsfigur im Sarg

Ungereimtheiten gibt es für Fans jeden Fall zu viele. Schon bei der Beerdigung soll nicht der echte Elvis Presley im Sarg aufgebahrt worden seien. Stattdessen wird vermutet, dass eine Wachsfigur ausgestellt war. Das Boulevard-Magazin "National Enquirer" veröffentlichte ein Foto, auf dem der Kopf des Sängers in einem Sarg zu sehen ist. Jedoch sei die Nase deutlich zu klein gewesen, der Körper viel zu dünn. Der Sarg hingegen wog zu viel, nicht aber wegen des Gewichts des Sängers, sondern wegen der eingebauten Klimaanlage, welche das Schmelzen der Wachsfigur verhinderte. Beweis genug also, dass der King noch quicklebendig ist und sich fernab der Öffentlichkeit ein Leben in Unbekanntheit aufbauen wollte. Dazu würden zahlreiche Behauptungen von Personen passen, die meinen, Presley als Tankwart oder Kellner arbeitend gesehen zu haben. Wieder andere sind sich sicher, Presley in dem Familienfilm "Kevin - Allein zu Haus" in einer Statistenrolle erkannt zu haben: Des einen Personas Tod zugunsten einer neuen Karriere?

Wesentlich abstruser sind Theorien, die davon ausgehen, dass die US-amerikanische Regierung den Tod der Musiklegende inszenierte. Presley soll 1977 in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen worden sein, weil er gegen die Mafia in Memphis ausgesagt habe. Und dafür gibt es angeblich sogar einen Beweis! Clayton Strat, hingebungsvoller Fan des Rockers, durchforstete laut eigenen Aussagen FBI-Akten zu den Vorkommnissen mit der Mafia. Möglich ist das in den USA wegen des "Freedom of Information Act"-Gesetzes, das jedem Bürger Informationsfreiheit gewährt und somit auch den Einblick in Dokumente staatlicher Behörden. In diesen Akten will er ein Foto von Presley gefunden haben, datiert auf den 16. Oktober 1982 und somit fünf Jahre nach dessen vermeintlichen Tod.