Trauriger Exzentriker: Daniel Johnston live on stage - © Commons.Wikimeida.org/Paul Hudson
Trauriger Exzentriker: Daniel Johnston live on stage - © Commons.Wikimeida.org/Paul Hudson

Houston. Der amerikanische Singer-Songwriter und Künstler Daniel Johnston war eine Kult-Figur des Underground, ein exzentrischer Außenseiter der US-Folkszene. Er hatte wohl eine treue Fangemeinde,  Musiker wie Kurt Cobain von "Nirvana", Tom Waits sowie "The Simpsons"-Schöpfer Matt Groening schätzten sein Werk, der große Durchbruch blieb ihm indes verwehrt.

Geboren 1961 in Kalifornien, aufgewachsen in West Virginia, begann seine künstlerische Laufbahn in Austin, Texas. Dank Cobains Unterstützung konnte er 1994 einen Vertrag mit einem großen Label abschließen, aber im Mainstream kam der Exzentriker nie an, zeitlebens kämpfte er zudem gegen seine manische Depression. Der für den Oscar-nominierte Dokumentarilm "The Devil and Daniel Johnston" rückte die psychischen Ausnahmezustände in den Fokus. Jeff Tweedy, Frontman von Wilco sagte einmal über Johnston: "Daniel gelang es, trotz seiner mentalen Krankheit kreativ zu sein - und nicht wegen ihr."

Johnston nahm 17 Alben auf, er war aber auch als bildender Künstler und Comic-Zeichner bekannt, 2005 widmete ihm das New Yorker Whitney Museum eine Ausstellung. Am Mittwochabend (11. September) ist er im Alter von 58 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben. (APA/sda/AP)