Metronomy, dieses Band-Projekt des Briten Joseph Mount (mit wechselnden Betzungen), 1999 gegründet und anfänglich dem New Rave zugerechnet, aber zunehmend ins Elektropoppige abgedriftet, ist ein Paradoxon: es lebt von Überraschungen - und klingt doch fast immer gleich. Das ist auch auf dem neuen, sechsten Album, "Metronomy Forever", nicht anders - oder vielmehr auf die Spitze getrieben. Es gibt die unverkennbaren Synthiesongs mit Mounts hoher, hüpfender Stimme: eleganter, kunstaffiner und trotzdem tanzbarer Pop. Die Vorab-Single, "Salted Caramel Ice Cream", ist solch ein Parade- und Zentralstück - und gibt im Titel ein Charakteristikum dieses distanziert-gefälligen Sounds wider: salzige Süße.

Diesmal ist das Kaleidoskop an (zu) üppigen 17 Songs mit tatsächlich Unerwartetem durchmischt: rein instrumentalen, ambient-artigen Zwischenspielen - etwas gar gefinkelten, mitunter auch faden Klang-Parenthesen (etwa nur Hochzeitsglocken zu Beginn). Er wolle nicht Hit an Hit reihen, sagte Mount zu dieser Art von Reihung und Abmischung. Ein nur zu akustischer Gitarre gesungener, eher traniger Song ("Upset My Girlfriend") ist auch darunter. Kurzum: Überraschungen gibt’s diesmal wirklich - Höhepunkte auch, aber nicht so viele wie gewohnt.