Wien. Insgesamt zwölf Stücke, darunter sieben Uraufführungen und eine Österreichische Erstaufführung, zeigt das Wiener Theater Drachengasse in der Saison 2019/20, die Montagabend mit einer Programmvorschau und der englischsprachigen Produktion "Red" von John Logan in einer Aufführung des vienna theatre projects eröffnet wurde. Vier Eigenproduktionen werden von acht Ko- bzw. Gastproduktionen ergänzt.

Eine der Eigenproduktionen ist die Wiederaufnahme des Erfolgs der vergangenen Saison, "All das Schöne" von Duncan Macmillan. Die Inszenierung von Esther Muschol konnte auch in Klagenfurt und in Bregenz gezeigt werden und ist von 4. bis 23. November erneut in Wien zu sehen. Überhaupt sei 2018 "ein sehr erfolgreiches Jahr" für das Theater gewesen, betont Leiterin Katrin Schurich: "Es gab eine Steigerung der Auslastungszahlen, und die Qualität der Aufführungen bewegte sich auf anhaltend hohem Niveau." An den beiden Spielstätten Theater Drachengasse und Bar&Co wurden 301 Vorstellungen von insgesamt 15.929 Zuschauerinnen und Zuschauern besucht. Die Auslastung betrug 84 Prozent.

Die übrigen Eigenproduktionen dieser Saison gelten Uraufführungen. In der Ein-Frau-Performance "Bulletproof" wird sich Grischka Voss ab 13. Jänner 2020 als Autorin und Performerin vorstellen. Mit "Der öffentliche Raum" hat die deutsche Autorin Ulrike Syha für die Drachengasse ein Stück geschrieben, "das mit den besonderen Gegebenheiten unseres Theaterraumes spielt", wie es in der Ankündigung heißt. Inszenieren wird es Sandra Schüddekopf, die Premiere ist am 2. März 2020. Die Zusammenarbeit mit Preisträgern des Drachengassen-Nachwuchswettbewerbs wird mit der Stückentwicklung "Der Anfang, das Ende." von Franz-Xaver Mayr und Korbinian Schmidt fortgesetzt (Premiere: 4. Mai 2020).

Die Langfassung von "Lebensmenschen", dem Jurypreisträger 2019, ist eine der Uraufführungen im Rahmen von Koproduktionen im kleineren Spielraum Bar&Co. Der Nachwuchswettbewerb hat heuer das Thema "Jetzt erst recht". Es geht um Bauch oder Kopf und um die Frage, was zuerst kommt: das Fressen oder die Moral? Die Einreichfrist für Projekte endet am 4. November. (apa)