Ob die Zeit schon wieder reif ist für eine neue Auflage des Gitarren-Pop/Rock im Gedenken an Velvet Underground, Big Star und die Pixies, werden die Erfolgsbilanzen zeigen. So viel kann indes schon gesagt werden: Wives aus New York müssen sich in diesem Segment allenfalls mit den schon länger im Rennen befindlichen Texanern White Denim matchen.

Gleich der Einstieg in ihr Debütalbum ist imposant: "Waving Past Nirvana" beschreibt, auf einer mächtigen Gitarrenwelle anrollend, wie sich jemand aus der Komfortzone spiritueller Entrückung herauswagt, um in der Auseinandersetzung mit der realen Welt und allen ihren Widrigkeiten echte Gefühle zu verspüren.

Das Allerbeste aber kommt zum Schluss: "Hideaway" ist ein Glamrock-Kracher mit hämmerndem Piano, in dem Sänger/Songschreiber Jay Beach einem Mädchen vorwirft, sie jage sich alles Kokain dieser Welt in den Kopf. "The Future Is A Drag" schließlich verströmt mit hörbarem 50er-Jahre-Sentiment Sehnsucht nach einer besseren Zeit.