Können Sie mir etwas über Ihre Auftritte mit Ausnahmesaxofonist Pee Wee Ellis erzählen, einem der letzten Giganten seiner Ära?

Pee Wee ist brillant. Ich freue mich schon wieder auf unsere traditionelle Christmas Tour, mit der wir auch nach Wien kommen. Er ist genauso alt wie mein verstorbener Vater, der Regisseur Gilbert Moses. Es ist schon merkwürdig, aber ich glaube, ich habe eine Vater-Tochter Beziehung zu ihm aufgebaut. Ich sorge mich immer um ihn, kümmere mich, will, dass alles passt. Manchmal nervt ihn das. Gleichzeitig vermittelte er mir afroamerikanische Geschichte der Bürgerrechtsbewegung, die mir teilweise fremd war. Auf der Bühne ermutigte er mich, Gospel zu singen. Ich habe vorher nie in meinem Leben Gospel gesungen. Meine Mutter ist katholisch, mein Vater war Atheist. Ich bin nicht mit diesem Gospel-Hintergrund aufgewachsen. Das konnte er gar nicht glauben.