Wenn wortlose Musik mit einer Botschaft daherkommt, ist das praktisch. Es verleiht den Klängen etwas Handfestes. Und wenn die Botschaft politisches Engagement beweist, findet das meist Lob. Nur kippt die Sache bisweilen ins Plakative, und manche Message wird von der Wirklichkeit überholt. Das heimische Trio Soft Kill Option ruft nun, nach einer starken Debüt-CD zwischen Groovejazz und herbem Rock, mit dem Folgewerk den "National Emergency" aus und füllt die Scheibe mit zwei langen Instrumentalstücken. Das erste gilt Donald Trump und heißt "Piece of tremendous bigly unqualified Shit", das zweite "St. Rache". Kurz, es geht gegen Rechtspopulismus.

Die Musik zeigt sich subtiler: Bass und Schlagzeug arbeiten sich mit teils hart rockendem Ton an gefinkelten Rhythmen ab, dazu setzt es Inbrünstiges vom Saxofon, schräge Soundlandschaften und Erinnerungen an den Progrock King Crimsons. Teils starke Momente unterstreichen ein Band-Potential, das auf weitere Alben hoffen lässt.