Es gibt kaum Konzerte, die in ihrer Mischung aus Unterhaltung und Nachdenklichkeit, einen so bleibenden Eindruck hinterlassen, wie jenes der "Antilopen Gang" in der Wiener Arena.

Schon der "Support" durch Mia Morgan leitete einen gelungenen Abend ein. Mit den Worten "Ich bin Mia Morgan aus dem Internet" und einer Mischung aus Gothic, Pop und eingängigen Synthie-Melodien, entstehen emotional aufgeladene Texte zum einem, per Selbstdefinition, Musikstil namens "Gruftpop".

Verletzlichkeit, Offenheit und Spaß

Und dann war man auch schon mitten drinnen in einem besonderen Abend. Eine Mischung aus Verletzlichkeit und Offenheit gegenüber eigenen Schicksalsschlägen - Depression und Suizid - mit Humor und Spaß zu kombinieren, das muss erst einmal gelingen. So viel sei verraten, es ist in diesem Fall gelungen. Koljah, Danger Dan und Panik Panzer als Frontmänner der Antilopen Gang begleitet von einer herausragenden Band samt wunderbarer DJane spielten sich durch ihre Hits und zahlreiche Lieder des neuen Albums, wobei etwa "Abraxas" fehlte. Was aber angesichts von Liedern wie "Wünsch dir nix", "Beate Zschäpe hört U2" oder "Lied gegen Kiffer" mehr als wettgemacht wurde.

Der "Männerballaden"-Teil mit Klavier durfte ebenso nicht fehlen, wie eine ausgelassene Party im richtigen Rahmen. Bis zum nächsten Mal in Wien.