Seit mehr als einem Jahrzehnt beglücken Real Estate aus New Jersey mit ihrem eingängig-unaufgeregten, dezent verspielten, melodie- und harmonieseligen und immer gut bekömmlichen Pop-Entwurf. "The Main Thing", das mittlerweile fünfte Album der Band, reiht sich organisch in den Werkkatalog ein. Auch wenn Sänger und Gitarrist Martin Courtney in Interviews betont, dass sich der Sound durch mehr Vielfalt bei der Instrumentierung verändert hätte, erwartet den Hörer dreizehn Songs lang doch der gewohnte, von ätherischer Anmut, dezenter Melancholie und vorsichtiger Zuversicht durchtränkte Wohlklang.

Der Mix aus Jingle-Jangle-Melodien und Dreampop-Klängen blieb erhalten, wird jedoch mit Disco-Streichern, flächigeren Synthesizer-Klängen und da und dort etwas mehr Dynamik ergänzt. Die federleichte Eleganz und der geschmeidige Flow dieser Musik betören aber auch hier - und sie strahlen eine wohltuende Gelassenheit aus, die auf Stil und Könnerschaft basiert.