"Ich bin ein Streichholz / ich bin nützlich / wenn du mich bläst / ja dann sterbe ich", singt Pul Buschnegg, während sich im Hintergrund gewaltiger orchestraler Bombast aufbaut. Und dieses Stück soll "Für die Fische" sein. Mitnichten. Auch das dazugehörige Album, "Highlights zum Einschlafen", ist vielmehr das, was gerne mit dem Autoantonym "Quantensprung" bezeichnet wird: eine Weiterentwicklung über mehrere Stufen auf einmal. Nach dem frisch heruntergebretterten und dabei sehr eingängigen Indie-Pop/-Rock des Debüts "Alle Songs bisher" (2019) hat das Wiener Trio bei der Auswahl der Stilmittel diesmal in die Vollen gelangt, fährt mit Bläsern und Streichern auf und verstärkt den Einsatz des Klaviers, dessen archaisches Hämmern sich reizvoll mit dem recht sophistischen Grundton des Albums schlägt.

Inhaltlich ziehen ein paar dunkle Wolken über den Horizont - Sinnbild für die Depression nach der Euphorie (über die Jubelarien auf das Debütalbum). Gleichwohl liegen besonders reizvolle Stellen am Rand des Absurden: Von der Gründung einer Trap-Band zu schwärmen in einem Song, der nicht das Geringste mit Trap zu tun hat, ja, das hat schon Grandezza.