20 Jahre sind seit seinem Debüt ("The Hour Of Bewilderbeast", 2000) vergangen - und sein letztes Album ("It’s What I’m Thinking Pt.1", 2010) liegt auch bereits zehn Jahre zurück. Nun ist der "schlecht gezeichnete" britische Wollhaubenzausel (benannt nach einer Comicfigur) plötzlich wieder da. Und wie!

14 üppige Nummern umfasst "Banana Skin Shoes", das neue Album von Badly Drawn Boy, der sich darauf - abstinent, neu verheiratet und zum dritten Mal Vater - rundum geläutert zeigt. Das hätte auch fad werden können - ist es aber keineswegs. Funk, Folk, Soul-Jazz - alles in XL-Format, knackig orchestral arrangiert, mit einem feinen Händchen für großartige Refrains in Szene gesetzt. Der nunmehr 50-Jährige (der eigentlich Damon Michael Gough heißt), vormals bisweilen ein schlecht gelaunter Brummbär, erweist sich auf eine Weise souverän und tiefenentspannt, dass man nur folgern kann: Wenn so die Überwindung einer Midlifecrisis klingt, dann bitte mehr davon!

Aus der meisterlichen Songsammlung ragen "Is This A Dream?", "You And Me Against The World" und "I Need Someone To Trust" besonders hervor.