"All I Asked For (Was To End It All)" heißt der düster dräuende Song, mit dem die Britin A.A. Williams ihr Debütalbum eröffnet, und wer diese Bitte, das alles möge doch endlich ein Ende haben, auf die Corona-Krise münzt, liegt sicher nicht ganz falsch. Auf ihrer Website hat die stets schwarz gekleidete Musikerin "Songs From Isolation" eingespielt, Coverversionen u.a. von Nick Cave und den Nine Inch Nails. Und auch die acht eigenen Songs von "Forever Blue" bestechen durch eine ganz besondere Atmosphäre. "Death Gospel" hat jemand diese Musik genannt, die eine bemerkenswerte Mischung aus Post-Rock, Folk und Neoklassik zu bieten hat.

Williams hat Gitarre, Cello und Klavier selbst eingespielt und ein paar stimmliche Gäste geladen. Entstanden ist eine faszinierende Melange aus Stille und zum Teil durchaus wuchtiger Impulsivität, aus "Love And Pain". Am Ende dürfen wir immerhin hoffen: "I’m Fine" heißt der letzte Song und beglückt uns ausklingend sogar mit ein wenig Vogelgezwitscher.