Ihr unverwechselbarer Mix aus (Post-)Punk- und Psychedelic-Rock mit starkem New-Wave-Touch machte sie in Verbindung mit einem Gespür für eingängige Melodien so erfolgreich. Soundtrack-Beiträge - John Hughes "Pretty In Pink" sei hier beispielgebend angeführt - und zahlreiche Top-3-Platzierungen in den US-Charts mehrten ihren Ruhm. Der Legendenstatus sicherte der Band ein gutes Auskommen, obwohl sie fast dreißig Jahre lang kein neues Album veröffentlichte. Mit "Made Of Rain" melden sich The Psychedelic Furs rund um ihren charismatischen Sänger Richard Butler nun aber zurück. Und die Band schließt nahtlos dort an, wo sie vor aufhörte.

Tragende Säulen des Sounds bleiben die unverkennbare Stimme des Sängers und Songwriters und die dezent düsteren und zugleich schwelgerischen Melodien. Produziert von Richard Fortus, geriet das Album an manchen Stellen etwas zu opulent. Die stimmungsvoll eingesetzten Bläser sorgen zum großen Teil für Dichte und Atmosphäre, über Albumlänge wirkt das mitunter aber etwas dick aufgetragen. Nach der ersten Hälfte ist außerdem eine gewisse Redundanz nicht zu leugnen. Keine Großtat also, aber ein sympathisches Alterswerk im Zeichen der Erinnerung.