Man muss Jazz nicht mögen, um Shake Stew zu lieben: Die Band um Lukas Kranzelbinder ist von Kopf bis Fuß auf Ekstase eingestellt. Befeuert von der Kraft zweier Bassisten und Drummer und angepeitscht von drei Hörnern, geht der Energiepegel im Rahmen obsessiver Groovesteigerungen verlässlich durch die Decke.

Oder frei nach Nietzsche: Das ist keine Musik, sondern Dynamit. "(A)live!", eine Auswahl europäischer Mitschnitte der Vorjahre, belegt das elementargewaltig: Schon der afro-funkige Beginn "Dancing In The Cage of A Soul" erklimmt einen Intensitätsgipfel, "I Can Feel The Heat Closing In" übersteigert ihn am Ende noch. Kurz: grandios.

Live-Termine: 26. September beim Jazzfestival Melk, 3. Oktober im Alten Kino, St. Florian bei Linz, 4. Oktober beim Jazzfestival Leibnitz.