Der kanadische Rapper The Weeknd hat mit seinem Auftritt bei der berühmten Halbzeitshow der Super Bowl für Begeisterung gesorgt. Der 30-jährige Star entstieg am Sonntag im Stadion in Tampa (Florida) einem Sportwagen und spielte im roten Glitzerjacket ein Medley unter anderem mit seinen Hits "Blinding Lights" und "I Feel It Coming". Unterstützt wurde der Künstler bei der futuristisch-glamourösen Einlage dabei von Hunderten Tänzern und mehreren Feuerwerken.

Für viele Kommentare in sozialen Medien sorgte auch ein Teil der Show, in dem der Sänger in einem Spiegelkabinett mit wackeliger Kamera gefilmt wurde und sich dabei um sich selbst drehte. The Weeknd gilt mit seinem Sound, der unter anderem von Michael Jackson beeinflusst ist, als Musik-Avantgardist, der die US-Industrie in den vergangenen Jahren maßgeblich mitprägte. In der Super-Bowl-Halbzeit auf einer der größten Bühnen der Welt zu stehen ist dabei nicht nur eine große Ehre, sondern bedeutet meist auch einen weiteren Karriereschub für die Performer.

The Weeknd trat die Nachfolge von Shakira und Jennifer Lopez an, die vergangenes Jahr bei der Super Bowl für Aufsehen gesorgt hatten. Bei der Halbzeitshow im Finale der National Football League (NFL) schauen normalerweise mehr als 100 Millionen Menschen alleine in den USA zu.

Kurz vor Beginn der Super Bowl hatte zuvor die 22-jährige US-Star-Poetin Amanda Gorman ein Gedicht zu Ehren der wichtigen Arbeiter in der Coronakrise vorgetragen. Gorman pries in ihrem aufgezeichneten Beitrag die "essenziellen Arbeiter" wie medizinische Angestellte, Erzieher oder Lastwagenfahrer. Auch gedachte sie vor dem NFL-Finale der Opfer der Pandemie und beschwor den Zusammenhalt in der Gesellschaft zur gemeinsamen Bekämpfung der Krise.

Gorman war bereits der heimliche Star bei der Amtseinführung von US-Präsident Joe Biden vor wenigen Wochen gewesen. Mit einem Gedicht, in dem sie ihre eigene Lebensgeschichte mit der harten sozialen Realität Amerikas verwebt, sorgte die Poetin in Washington für den wohl aufsehenerregendsten Auftritt.

Dichterin Amanda Gorman hatte auch vor Super Bowl einen Auftritt

Die junge Dichterin Amanda Gorman, die durch ihren Auftritt bei der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Joe Biden weltweites Aufsehen erregt hat, hat bei der Super Bowl Menschen geehrt, die sich im Kampf gegen die Coronakrise engagieren. Vor Beginn des Finalspiels der Football-Liga NFL am Sonntagabend (Ortszeit) in Tampa im Bundesstaat Florida wurde ein Video gezeigt, in dem die 22-jährige Afroamerikanerin ihr Gedicht "Chorus of the Captains" ("Chorus der Kapitäne") vortrug.

In dem Gedicht ehrte Gorman die "essenziellen Arbeiter" wie Spitals-Mitarbeiter oder Erzieher. "Sie sind vorangegangen / indem sie alle Erwartungen und Grenzen überschritten / und ihren Gemeinden und Nachbarn Auftrieb gaben / als Führungsfiguren, Menschen, die heilten, und Erzieher", lauten einige der Verse, die Gorman vortrug. Auch gedachte sie der Opfer der Pandemie und beschwor den Zusammenhalt in der Gesellschaft zur gemeinsamen Bekämpfung der Krise. Es war das erste Mal in der Geschichte des "Super Bowl", dass eine Dichterin oder Dichter auftrat.

Gorman war bereits der heimliche Star bei der Amtseinführung von US-Präsident Biden vor wenigen Wochen. Mit einem Gedicht, in dem sie ihre eigene Lebensgeschichte mit der harten sozialen Realität Amerikas verwebte und auch auf den vorangegangenen Sturm auf das Kapitol Bezug nahm, sorgte die Poetin in Washington für den wohl aufsehenerregendsten Auftritt.

Nach Gormans Vortrag begann das Spiel zwischen den Tampa Bay Buccaneers und dem Titelverteidiger Kansas City Chiefs. Die Buccaneers gewannen mit 31:9. In der Halbzeitpause lieferte der kanadische R&B-Star The Weeknd eine spektakuläre Show ab. Dabei sang er unter anderem seine Hits "Starboy", "The Hills" und "I Feel It Coming". An einem Punkt seines Auftritts tastete der Sänger sich durch einen engen Gang voller Spiegel, später stürmte er mit seinen Tänzern hinaus auf das Spielfeld. Dort treten während der Super Bowl-Halbzeitshow normalerweise Hunderte Tänzer auf, was dieses Mal wegen der Corona-Restriktionen nicht erlaubt war.

Auch die Zuschauerzahl im Stadion war wegen der Pandemie stark beschränkt. 25.000 Zuschauer waren anwesend, das Stadion hat Platz für 65.000 Menschen. Zum Publikum gehörten rund 7.500 Mitarbeiter des Gesundheitssektors, die von der NFL eingeladen worden waren. (apa/dpa/afp)