Aufgrund mangelnder Perspektiven sagt das Nova-Rock-Festival seine heurige Ausgabe ab, die zwischen 2. und 5. Juni hätte stattfinden sollen. Der Veranstalter habe seitens der Bundesregierung keine Informationen erhalten, ob im Juni Großveranstaltungen abgehalten werden können: "Ein Armutszeugnis, das jeden weiteren Kommentar überflüssig macht", heißt es in der Stellungnahme. Die nächste Ausgabe soll nun von 9. bis 12. Juni 2022 abgehalten werden.

Nach monatelangem, vergeblichem Warten auf eine Entscheidung der Regierung erlebe man heute "wieder einen dieser Tage, der uns allen absolut keine Freude bereitet". Die Hängepartie zwinge den Veranstalter selbst, "schweren Herzens diese Entscheidung zu treffen" und den traditionellen Konzertreigen, mit Schwerpunkt auf Rock der etwas härteren Gangart, auf den Pannonia Fields im nördlichen Burgenland nicht stattfinden zu lassen.

"Bitten wurden ignoriert"

Zwar läge es in den Händen der Politik, "gerade diese Entscheidungen zu treffen, doch andererseits erhärtet sich täglich die Vermutung, dass man solche Hiobsbotschaften dann lieber jemandem anderen überlässt, nämlich uns. Unsere Bitten und Aufforderungen wurden bis dato gänzlich ignoriert", erklärt das Organisationsteam von Österreichs größtem Rockfestival rund um Barracuda Music-Chef Ewald Tatar.

Mit Informationen zur Planung und zur weiteren Vorgehensweise im Umgang mit bereits gekauften Tickets werde man so bald als möglich an die verhinderten Festivalbesucher herantreten. "Man darf nun wirklich sehr gespannt sein, ob und wann wir Ansagen bezüglich aller Juli- und August-Events bekommen", heißt es in dem Schreiben. In Ländern wie England, den Niederlanden oder der Schweiz bestünden diesbezüglich momentan "positive Aussichten".

Für die vier Tage des Nova Rock 2021 hatten sich unter anderem bereits Headliner wie System of a Down, Volbeat, Seiler und Speer, Deichkind, Billy Talent sowie Muse angekündigt. (apa)