Das berühmte Glastonbury-Festival soll einen Zuschuss von umgerechnet etwa 1,06 Mio. Euro (900.000 Pfund) bekommen, um sich durch die Coronazeit zu retten. Auch etliche andere kulturelle Veranstaltungen und Institutionen erhalten Gelder aus dem insgesamt 400 Mio. Pfund (etwa 470 Mio. Euro) schweren Kultur-Wiederaufbau-Paket, wie die britische Regierung am Freitag mitteilte. Man wolle der Branche helfen, sagte Kulturminister Oliver Dowden.

Das Glastonbury-Festival, zu dem in anderen Jahren Hunderttausende in die englische Grafschaft Somerset anreisen, ist bereits das zweite Jahr in Folge wegen der Coronapandemie abgesagt worden. Eigentlich sollte in diesem Jahr das 50. Jubiläum des Festivals gefeiert werden. Erwartet worden waren Stars wie Ex-Beatle Paul McCartney, Taylor Swift, Diana Ross und Rapper Kendrick Lamar. Stattdessen wollen die Veranstalter nun Konzerte per Livestream anbieten.

Auch das National Football Museum, das National Theatre und die Royal Shakespeare Company gehören zu den geförderten Häusern, die Zuschüsse von der britischen Regierung bekommen.

Deutschland dotiert Kulturfonds mit 2,5 Milliarden Euro

Der vom deutschen Finanzminister Olaf Scholz (SPD) angekündigte Sicherungsfonds für Kulturveranstaltungen soll mit bis zu 2,5 Milliarden Euro dotiert sein, heißt es in einer Anfragebeantwortung. Ziel sei, Kulturveranstaltungen wieder planbar zu machen. "Wir wollen kleinere Kulturveranstaltungen finanziell fördern, die aufgrund von Hygienevorgaben mit deutlich weniger Publikum stattfinden müssen und sich sonst nicht rechnen würden", so Scholz.

Zudem solle der Fonds als Absicherung für größere Kulturveranstaltungen dienen, etwa wenn ein Event geplant werde, wegen Corona aber wieder abgesagt werden müsse. Mit Blick auf die Pandemie sind aus Sicht der Bundesregierung entsprechende Kulturveranstaltungen noch nicht absehbar. Deswegen stehe der Zeitpunkt für den Start des Sonderfonds noch nicht fest.(apa/dpa)